Rechtskräftige Urteile gegen VW

erstellt am 03.10.2019

Die ersten rechtskräftigen Urteile gegen VW im Dieselskandal sind da! Lesen Sie hier, welche Urteile gegen VW verhängt wurden und wieviel Schadensersatz die Kläger jeweils bekommen.

Vor etwa vier Jahren erschütterte der Dieselskandal die Wirtschaft. VW hat mit einer illegalen Abschalteinrichtung die Abgaswerte verfälscht und den Käufern wurde suggeriert, dass ihre Diesel sauber seien. Mittlerweile ist klar, dass nicht nur VW beim Dieselskandal mächtig betrogen hat. Auch andere Fahrzeughersteller sind längst in den Dieselskandal verwickelt und mussten hohe Bußgelder zahlen.

Doch anders als in den USA wurden Dieselfahrer von den Fahrzeugherstellern in Deutschland nicht mit einer hohen Summe entschädigt. Nach deutschem Recht müssen Dieselfahrer selbst klagen. Hier setzt Verbraucherhilfe24 an. Wir helfen Geschädigten mit unseren Partneranwälten, Schadensersatz für ihre „Schummeldiesel“ zu erkämpfen.

Mittlerweile wurden die ersten rechtskräftigen Urteile gegen VW zugunsten der Kläger erzielt. Die geschädigten Dieselfahrer erhalten entsprechend Schadensersatz gegen Rückgaben der Fahrzeuge. Dabei wird eine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer abgezogen.

Urteile gegen VW von Verbraucherhilfe24

Folgende Urteile gegen VW wurden von unseren Partneranwälten J&C Anwälte in Zusammenarbeit mit Verbraucherhilfe24 erwirkt. Bei den Urteilen handelt es sich um einen Auszug. Alle Urteile sind rechtskräftig.


 

Urteil gegen VW – 42.926 € Schadensersatz

Landgericht Ulm

42.926 € bekommt ein Dieselgeschädigter für seinen VW Tiguan. Das Fahrzeug wurde im Jahr 2012 für 50.238 € gekauft. Der Kilometerstand betrug 35.000 km. Das Landgericht Ulm kam zu dem Schluss, dass der Tatbestand einer „illegalen Motorsteuerung“ vorliege (AZ 4 O 585/18).


 

Urteil gegen VW – 26.471 € Schadensersatz

Landgericht Hildesheim

Das Landgericht Hildesheim verurteilte VW zu 26.471 € Schadensersatz. Geklagt hatte der Besitzer eines VW Tiguan Sport & Style. Der Kaufpreis betrug 32.990 €; der Kilometerstand 59.277 km. Ein Software-Update wurde bei dem Fahrzeug durchgeführt. Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass hier dennoch eine sittenwidrige Schädigung durch VW vorliege (AZ 2 O 465/18).


 

Urteil gegen VW – 22.885 € Schadensersatz

Landgericht Essen

Für einen VW Tiguan Track & Field 4 Motion 2.0 TDI 1 bekommt ein Kläger 22.885 € Schadensersatz zugesprochen. Das Auto wurde für 26.282 € gekauft. Der Kilometerstand betrug 38.765 km. Das Urteil erging vom Landgericht Essen. Die Richter vertraten die Ansicht, dass ein Software-Update die Mängel nicht beseitigen würde. Ein Minderwert des Fahrzeuges bliebe bestehen. Dem Käufer sei durch Abschluss des Kaufvertrages ein Mangel entstanden (AZ 5 O 282/18).


 

Urteil gegen VW – 20.467 € Schadensersatz

Landgericht Berlin

Für einen Audi bekam ein Dieselfahrer 20.467 € Schadensersatz zugesprochen. Hier hat das Landgericht Berlin entschieden (AZ 40 O 124/18).


 

Urteil gegen VW – 18.732 € Schadensersatz

Landgericht Waldshut-Tiengen

Ein Käufer eines VW Tiguans erhält 18.732 € Schadensersatz. Das Urteil erging vom Landgericht Waldshut-Tiengen (AZ 1 O 220/18).


 

Urteil gegen VW – 17.013 € Schadensersatz

Landgericht Offenburg

Das Landgericht Offenburg verurteilte VW zu 17.013 € Schadensersatz. Geklagt hatte der Käufer eines VW Tiguans (AZ 2 O 602/18).


 

Urteil gegen VW – 16.199 € Schadensersatz

Landgericht Kleve

Für 21.000 € wurde von einem Käufer im Jahr 2015 ein Skoda Yeti 1.6. gekauft. Das Landgericht Kleve sah auch hier den Tatbestand der illegalen Abschalteinrichtung bestätigt. VW wurde zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 16.199 € verurteilt (AZ 3 O 415/18).


 

Urteil gegen VW – 14.453 € Schadensersatz

Landgericht Osnabrück

Das Landgericht Osnabrück urteilte: Der Käufer eines gebrauchten Diesels der Marke VW bekommt 14.453 € Schadensersatz. Das Fahrzeug wurde im Jahr 2015 für 20.040 € gekauft. Der Kilometerstand betrug 89.283 km. Die Mitarbeiter von VW, so das Gericht, hätten über die illegale Abschalteinrichtung genau Bescheid gewusst. Das Verschweigen dieses Umstandes stufte das Gericht als sittenwidrig ein (AZ 6 O 649/19).


 

Urteil gegen VW – 14.410 € Schadensersatz

Landgericht Köln

Das Landgericht Köln entschied: Der Käufer eines Skoda Yeti 1.6 TDI gekommt 14.410 € Schadensersatz von VW. Das Fahrzeug wurde im Jahr 2014 für 19.900 € gekauft. Auch hier kamen die Richter zu dem Schluss, dass das Software-Udate nichts am Tatbestand der Schädigung ändere. VW habe eindeutig gegen die guten Sitten verstoßen (AZ 24 O 423/18).


 

Urteil gegen VW – 13.092 € Schadensersatz

Landgericht Ulm

Der Käufer eines VW Sharan 2.0 TDI bekommt 13.092 € Schadensersatz von VW zugesprochen. Das entschied das Landgericht Ulm. Das Fahrzeug wurde im Jahr Jahr 2014 für 23.000 € gekauft.

Die Richter sahen den Einbau einer illegalen Abschalteinrichtung als rechtswidrig an. Hätte der Käufer davon Kenntnis gehabt, hätte er sich nie für den Kauf dieses Fahrzeugs entschieden. Er ging vielmehr davon aus, ein besonders umweltfreundliches Auto zu erwerben.

Zum Software-Udate heißt es im Urteil: Eine Nachbesserung durch ein Software-Update bleibe nicht folgenlos. Nach dem Software-Update, so die Argumentation, komme es zu einem höheren Spritverbrauch, einer Minderleistung des Motors und zu einem höheren Partikelausstoß. Der Tatbestand der sittenwidrigen Schädigung gilt als bestätigt (AZ 4 O 442/18).


 

Urteil gegen VW – 8.512 € Schadensersatz

Landgericht Mönchengladbach

8.512 € Schadensersatz sprach das Landgericht Mönchengladbach dem Käufer eines VW Touran zu. Der Kaufpreis betrug 16.400 €; der Kilometerstand 132.820 km. Das Gericht argumentierte: Durch die illegale Abschalteinrichtung bestehe die Gefahr, dass die Zulassung entzogen werde. Auch habe das Fahrzeug dadurch einen erheblichen Wertverlust erlitten. Auch hier kommt das Gericht zu dem Schluss: Vorsätzliche Schädigung und Verstoß gegen die guten Sitten (AZ 1 O 475/18).

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