Insgesamt 288 Millionen Euro soll VW von seinen Managern aufgrund ihrer Verfehlungen im Abgasskandal erhalten. Was nach einer hohen Summe klingt, zerfällt schnell in wenige Millionen Euro für die betroffenen Führungskräfte. Die nämlich zahlen vorerst gar nichts – oder so wenig, dass das Vermögen quasi unangetastet bleibt.

Strafen für Winterkorn und Stadler: So verlieren die beiden Millionäre keinen Cent

Wie sich 11,2 Mio. Euro fast halbieren

Insgesamt 288 Millionen Euro soll VW von den Managern aufgrund ihrer Verfehlungen im Abgasskandal erhalten. 270 Millionen davon sollen die Manager-Haftpflichtversicherungen bezahlen.

Martin Winterkorn und Rupert Stadler stehen mit jeweils ein- und zweistelligen Millionenbeträgen in der Pflicht. Doch im Gegensatz zu Millionen betrogenen Dieselfahrern dürfte den Ex-Managern daraus kein wirklicher Schaden entstehen.

So sollte Martin Winterkorn ursprünglich 11,2 Millionen Euro an VW zahlen. Daraus sind aktuell  7,2 Millionen Euro geworden. Diese Summe muss Winterkorn nicht auf einmal zahlen, sondern kann sie in zwei Jahresraten überweisen.

Die erste Rate ist am 15. September 2021 fällig. Die zweite Rate folgt entsprechend im Jahr 2022. Bis dahin, davon ist auszugehen, liegt das Geld weiter sicher und selbstverständlich gut angelegt dort, wo es weiterhin Zinsen oder andere Erträge abwirft.

Keine Schuld, keine Zahlung

Die vier Millionen Euro, die zur angesetzten Strafzahlung noch fehlen, wurden von VW mit ausstehenden Boni und Sondervergütungen, die dem Ex-VW-Boss wohl noch zustehen, verrechnet. Winterkorn, dessen Vermögen auf mehrere Millionen Euro geschätzt wird, behält weiterhin seine Altersbezüge. Die belaufen sich nach Schätzungen auf einen vierstelligen Betrag – pro Tag.

Noch günstiger kommt Ex-Audi-Chef Rupert Stadler durch die Strafzahlung: Eigentlich sollte Stadler 4,1 Millionen Euro zahlen. Aber auch hier ist die Zahlung bereits zu seinen Gunsten geregelt: Ebenso wie Winterkorn hat auch Stadler noch Ansprüche an Gehälter aus der Vergangenheit.

Diese wiegen die Summe von 4,1 Millionen Euro auf. Stadler verzichtet also auf seine Ansprüche – und muss demnach nichts zahlen.

Derzeit stehen die verantwortlichen Manager im Abgasskandal in München vor Gericht. Doch obwohl immer neue Fahrzeughersteller im Dieselskandal hinzukommen und längst klar ist, dass fast alle Hersteller betrogen haben, will man von einem Abgasskandal nichts wissen.

Auf ein Schuldeingeständnis wird man daher wohl vergeblich warten.

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