Heute gilt der Diesel-Abgasskandal als deutsches Problem. Bekanntgeworden ist der Abgasskandal zwar in den USA. Mit den Hauptbetroffenen VW und Audi stehen allerdings deutsche Fahrzeugriesen im Mittelpunkt.

Doch wie sieht es bei ausländischen Fahrzeugherstellern aus? Ein Überblick.

Abgasskandal bei ausländischen Herstellern - Wer ist betroffen?

Millionen-Strafe für Mitsubishi – Ermittlungen eingestellt

Update 09.08.2021 – Fahrzeughersteller Mitsubishi muss in Deutschland eine Diesel-Strafe in Höhe von 25 Millionen Euro zahlen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegenüber dem Onlinedienst „kfz-betrieb“.

Demnach war der Bußgeldbescheid schon Ende März 2021 fällig. Im Januar 2020 wurden die Geschäftsräume der deutschen Mitsubishi-Niederlassung durchsucht. Der japanische Autohersteller stand unter Verdacht, illegale Abschalteinrichtungen in Dieselfahrzeugen zu verwenden.

Die Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber „kfz-betrieb“, es ginge hierbei um fahrlässige Verletzungen von Aufsichtspflichten im Zusammenhang mit Typgenehmigungsverfahren. Dadurch sei es möglich geworden, Fahrzeuge zu verkaufen, deren Abgaswerte nicht der Norm entsprechen.

Mit der Strafzahlung wurden die Ermittlungen gegen Mitsubishi eingestellt.

Lesen Sie hier, wohin die Bußgelder im Abgasskandal fließen und was mit den Geldern passiert.

Gerichtsurteile gegen Fiat

Bei Fahrzeughersteller Fiat sind vor allem Wohnmobile vom Abgasskandal betroffen, insbesondere Diesel mit 1,6 Litern und 2,2 Litern. In den USA musste Fiat Diesel-Geschädigten bereits eine dreistellige Millionensumme zahlen.

In Deutschland haben bereits mehrere Gerichte Wohnmobilbesitzern Schadensersatz zugesprochen.

Abgasskandal bei anderen – und ausländischen – Herstellern: Ein Bericht von plusminus

Toyota hält sich bedeckt

Die vorgeschriebene Abgasnorm erfüllte auch der japanische Fahrzeughersteller Toyota nicht immer. Allerdings gibt es bis heute keine Beweise, dass Toyota vorsätzlich Abgaswerte manipuliert hat.

Sammelklage gegen Ford

Komplex in Sachen Abgasskandal ist die Lage bei Ford. Der amerikanische Autobauer fiel mit zu hohen Stickoxid-Werten auf. In den USA läuft gegen den Hersteller eine Sammelklage. Eine unzulässige Abschalteinrichtung bei Ford liegt nahe.

Verdacht gegen Volvo

Ebenso steht Volvo unter Verdacht, unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut zu haben. Bis jetzt dementiert der schwedische Fahrzeugbauer die Vorwürfe. Bei einem Test der Deutschen Umwelthilfe (DUH) lag der Volvo XC60 deutlich über den vorgegebenen Grenzwerten. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) soll die Vorwürfe überprüfen.

Renault mit besonders schmutzigem Diesel

Bei Renault haben Abgasmanipulationen sozusagen schon Tradition: Bereits in den 90er Jahren gab es entsprechende Vorwürfe gegen den französischen Autohersteller. Auch hier testete die Deutsche Umwelthilfe. Sie fand heraus, dass Grenzwerte enorm überschritten wurden: um das 13-fache. So hält der Renault Scenic nicht mal die Euro 1-Norm ein – obwohl er mit einer Euro 6 Norm unterwegs ist.

Ermittlungsverfahren gegen Peugeot

Update 10.06.2021 – Am 10. Juni 2021 wurde gegen den Hersteller in Frankreich ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eröffnet. Dabei geht es um Euro-5-Dieselfahrzeuge, die in Frankreich zwischen 2009 und 2015 verkauft wurden. Dem Unternehmen wird „Täuschung, die zu einer Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier führt“ vorgeworfen, wie es aus dem Umfeld der französischen Justiz heißt.

Hyundai ebenfalls „unsauber“

Auch bei Hyundai gab es Auffälligkeiten in Bezug auf die Abgaswerte. Im Test der Deutschen Umwelthilfe erbrachte ein Hyundai i20 einen elfmal höheren Abgaswert als vorgeschrieben. Ebenso sind die Modelle ix35, i30, Santa Fé und Tucson auffällig. Dass bei den Abgaswerten „nachgeholfen“ wurde, konnte bis dato aber noch niemand Hyundai nachweisen.

Was sollten Kunden mit diesen Fahrzeugen tun?

Derzeit haben Verbraucher in Deutschland Schadensersatzansprüche gegen die meisten deutschen Fahrzeughersteller. Inwieweit auch Ansprüche gegen andere Hersteller durchgesetzt werden können,  muss stets von Fall zu Fall geklärt werden. Da sich die Rechtslage hier immer wieder ändern kann, sollten Betroffene ihr Fahrzeug zur Prüfung einreichen.

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