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Abgasskandal auch beim schwedischen Autobauer Volvo

20.08.2020 – Der Abgasskandal weitet sich aus: Neben VW und Co ist auch der scheinbar bodenständige Autobauer Volvo vom Abgasskandal betroffen. Wie Anfang 2020 deutlich wurde, nutzt Volvo sogenannte Thermofenster, die bei bestimmten Temperaturen zu einem erhöhten Stickoxid-Ausstoß führen.

Der Fahrzeuge des SUV-Modells XC60 überschritten die gesetzlich vorgegebenen Abgasgrenzwerte um das 12-fache. Bislang dementiert der Hersteller, dass es sich bei den Thermofenstern um illegale Abschalteinrichtungen handelt. Eine Überprüfung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) soll nun Klarheit schaffen.

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Überschreitung der Grenzwerte: Thermofenster bei Volvo entdeckt

Durch den Dieselskandal bei VW, Daimler und Opel erlangte das „Thermofenster“ als umstrittene Abschalteinrichtung Bekanntheit. Auch Volvo steht seit Januar 2020 unter Verdacht, unzulässige Software zur vorsätzlichen Abgasmanipulation verbaut zu haben.

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Thermofenster: Notwendig für den Motorschutz?

Zahlreiche Dieselmotoren sind mit einem Thermofenster ausgestattet. Dabei handelt es sich um eine ins Fahrzeug integrierte Technik, die die Abgasreinigung anhand der Außentemperatur beeinflusst. Dies ist herstellerübergreifend weit verbreitet und geschieht, um den Motor funktions- und leistungsfähig zu halten.

Bei Dieselfahrzeugen arbeiten die Abgasanlage und die Filterung umweltschädigender Abgase bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C am besten. Ist die Außentemperatur höher oder niedriger, greift die Technik, die hinter Thermofenstern steht, in die Abgasreinigung ein.

Dieses Vorgehen hat sich bei Autobauern weltweit etabliert – mit dem Argument, den Motor schützen zu wollen. Doch spätestens seit dem Abgasskandal wird diese temperaturabhängige Abgasreinigung kontrovers diskutiert. Einige Autobauer – darunter VW – nutzten die Thermofenster, um in offiziellen Abgastests die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte einzuhalten. In der Praxis sahen die Abgaswerte dann jedoch ganz anders aus. So auch bei den Fahrzeugen von Volvo.

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Markante Abweichungen vom Abgasgrenzwert durch Thermofenster bei Volvo

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das zugehörige Emissions-Kontroll-Institut (EKI) haben die Emissionen von Volvo unter realen Umständen getestet. Zum Einsatz kamen mobile Testvorrichtungen, die den Abgasausstoß auf einer 32 Kilometer langen Strecke rund um Berlin auswerteten.

Das Ergebnis: Bei abnehmenden Außentemperaturen – diese lagen bei den Tests zwischen 9 und 11 °C – ging die Abgasreinigung deutlich zurück. Somit stieg der Stickoxid-Ausstoß merklich an, sodass der Motor des Volvo XC60 die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte markant überschritt.

Interessant ist, wie einfach der Temperaturfühler, der Einfluss auf den Abgasausstoß hat, funktioniert. Über einen in den Außenspiegel integrierten Temperatursensor wird die für die Abgasreinigung relevante Temperatur ermittelt. Es ist wenig erstaunlich, wie simpel sich der Sensor manipulieren lässt. Das EKI konnte den Abgasausstoß durch den Einsatz von Eiswürfeln und einer Heizdecke am Außenspiegel beeinflussen.

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Werte zwölffach höher – Volvo dementiert Abgasskandal

Die Messergebnisse vom EKI lagen deutlich über den gesetzlich vorgegebenen Normen. Während der Stickoxid-Grenzwert für Euro-5-Fahrzeuge bei 180 Milligramm pro Kilometer liegt, kam der Volvo XC60 mit 2.0 Liter Motor auf einen Maximalwert von 2.148 Milligramm pro Kilometer – das ist eine Überschreitung um knapp das Zwölffache.

Nachdem Volvo mit den Messergebnissen konfrontiert wurde, wies der schwedische Hersteller klar zurück, dass es sich hier um einen Schummel-Diesel handelt. Dass Thermofenster verbaut sind, bestätigte Volvo jedoch. Laut Aussagen des schwedischen Autobauers seien diese für den Motorschutz notwendig. Um illegale Abschalteinrichtungen zur Beschönigung von Abgaswerten handele es sich nicht.

Verschiedene Experten, darunter Jens Borken-Kleefeld vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA), sehen dies anders. Ob Volvo mit dem SUV XC60 nun weitere Schlagzeilen im Abgasskandal machen wird, prüft aktuell das Kraftfahrt-Bundesamt. Bereits jetzt hat das KBA allerdings Nachrüstlösungen für Volvo-Diesel genehmigt.

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Fahrzeug nachrüsten und Fahrverbote umgehen: Wer bezahlt bei Volvo?

Um den Stickoxid-Ausstoß im Alltag zu senken besteht die Möglichkeit, Dieselfahrzeuge mit sogenannten SCR-Nachrüstlösungen auszustatten. Dabei handelt es sich um eine Hardware-Umrüstung. Anders als bei einem Software-Update werden dabei bauliche Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen. Das hat für Verbraucher vor allem einen Vorteil: So gelingt es, Diesel-Fahrverbote zu umgehen.

Im Juli 2020 erteilte das Kraftfahrt-Bundesamt die ersten Genehmigungen, Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 nachzurüsten. Nachrüstsätze gibt es laut ADAC für folgende Volvo-Modelle mit Dieselmotor:

  • XC60
  • V60
  • S60
  • XC70
  • V70

Die Kosten hängen vom Fahrzeugmodell ab und liegen grob zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: August 2020) müssen sich Volvo-Besitzer selbst um die Nachrüstung kümmern und den finanziellen Aufwand ebenfalls persönlich tragen.

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BGH und EuGH Urteile: Wie geht es beim Volvo Abgasskandal weiter?

Bislang hat das Kraftfahrt-Bundesamt im Hinblick auf den Volvo Abgasskandal keine Konsequenzen gezogen. Das kann sich aber noch ändern – gerade, wenn sich der Bundesgerichtshof (BGH) und der Europäische Gerichtshof (EuGH) expliziter mit dem Thema Thermofenster auseinandersetzen.

Gerichte in Deutschland zweifelten bereits die Notwendigkeit von Thermofenstern an: Zuletzt der Bundesgerichtshof im Dieselverfahren gegen die Daimler AG (VI ZR 162/20). Seit einiger Zeit beschäftigt sich auch der EuGH insbesondere in Bezug auf Fahrzeughersteller Daimler mit der Technik hinter einer temperaturabhängigen Abgasreinigung. Aktuell steht das Gutachten von Eleanor Sharpston, der Generalanwältin vom EuGH, noch aus. Darin soll geklärt werden, inwieweit Thermofenster unzulässig sind und ab wann diese als illegale Abschalteinrichtung gelten.

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Vom Volvo Abgasskandal betroffen: Wir unterstützen Sie

Sollte sich herausstellen, dass die Thermofenster beim Autohersteller Volvo und konkret beim Modell XC60 unzulässig sind, haben Verbraucher Anspruch auf Schadensersatz. Wir prüfen Ihr Fahrzeug und kümmern uns gemeinsam mit unseren Partneranwälten um die Abwicklung.

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