• Acht Abschalteinrichtungen bei Daimler gefunden
  • Bereits 25.000 Dieselbesitzer haben auf Schadensersatz für Daimler geklagt
  • Verbraucherschützer führen Musterfeststellungsklage gegen Daimler

Abgasskandal Daimler - Betroffene Modelle und Motoren

Betroffen vom Dieselskandal?
Jetzt in wenigen Minuten kostenlos prüfen, ob Sie Anspruch auf Schadensersatz haben.













Beispiel: 50000 (ohne Sonderzeichen)

Beispiel: 50000 (ohne Sonderzeichen)

Beispiel: 50000 (ohne Sonderzeichen)












Kostenloser Diesel-Check
Jetzt benötigen wir nur noch wenige Angaben. Im Anschluss teilen wir Ihnen per E-Mail in einer kostenlosen Ersteinschätzung Ihre mögliche Schadensersatzsumme sowie die nächsten Schritte mit.









Datenschutz


Urteile im Abgasskandal gegen Daimler

Update 15.11.2021: Gegen den Hersteller gibt es zahlreiche verbraucherfreundliche Urteile. Aktuelles Urteil: Das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg spricht einem Dieselfahrer einen Schadensersatz in Höhe von 15.094 Euro zu (Urteil vom 15.10.2021, Az. 8 U 24/21). Der Kläger gibt im Gegenzug sein Fahrzeug zurück. Bei dem Fall ging es um einen Mercedes-Benz GLK 220 CDI 4Matic mit dem Motortyp OM651.

Auch das Landgericht Stuttgart sowie das Oberlandesgericht Frankfurt haben im Sinne betroffener Dieselfahrer entschieden.

Auch der Bundesgerichtshof (BGH) befasst sich mit dem Thema: In Bezug auf die mögliche Abschalteinrichtung „Thermofenster“ entscheidet er zwar für Daimler. Dennoch wird auch dieser Fall zur Prüfung zurückgegeben, weil es auch bei Daimler neben dem Thermofenster vermutlich weitere Abschalteinrichtungen gibt.

Aus den Reihen des Fahrzeugherstellers ist bisher kein Schuldeingeständnis gekommen. Dieter Zetsche, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, sagte einst gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Wir halten uns grundsätzlich an die gesetzlichen Vorgaben und haben keinerlei Manipulationen an unseren Fahrzeugen vorgenommen.“ Bei diesem Standpunkt bleibt man trotz zahlreicher Verurteilungen bis heute.

Abgasskandal bei Daimler – Hintergründe

  • November 2021: Laut einem neuen Gutachten sind in Modellen von Daimler acht unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut. Eine bekannte Abschalteinrichtung ist u. a. das sogenannte Thermofenster.
  • Oktober 2021: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Haftbefehle gegen drei Daimler-Mitarbeiter erlassen.
  • Juli 2021: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erhebt Musterfeststellungsklage gegen die Daimler-AG im Abgasskandal.
  • Im Sommer 2020 werden 170.000 Fahrzeuge von Daimler der A-, B-, C-, E- und S-Klasse, Abgasnorm Euro 5 zurückgerufen. Allein in Deutschland handelt es sich um 60.000 Mercedes-Modelle.
  • Abgasskandal Daimler Großbritannien: Im August 2020 wird eine Sammelklage gegen Daimler in Großbritannien verhandelt. Zur gleichen Zeit: Der Fahrzeugkonzern will in Nordamerika über zwei Milliarden Dollar an amerikanische Behörden und Sammelkläger zu zahlen.
  • Im Januar 2020 werden 50.000 Modelle der C-, E-, M- und S-Klasse sowie Modelle der CLS-, GLE- und SLK-Reihe aus den Baujahren 2012 bis 2018 zurückgerufen.
  • Im Sommer 2019 geht es um ca. 60.000 Fahrzeuge der Modelle Mercedes-Benz GLK 220 CDI mit Euro Norm 5, die zurückgerufen werden. Zuvor versuchte der Hersteller die Kunden zu einer „freiwilligen Service-Maßnahme“ zu überreden. Die Betroffenen wurden in die Werkstatt gebeten, um ihrem Diesel eine neue Software zur Motorsteuerung zu gönnen. Von Abgasmanipulationen war keine Rede.
  • Bereits 2018 gerät Daimler in den Verdacht des Abgasbetrugs. So verwendete man beim Mercedes-Benz Vito zu wenig von der Harnstofflösung AdBlue, die zur Reinigung von Dieselabgasen eingesetzt wird. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) reagiert: Am 25. Mai 2018 gibt es einen Rückruf von 1.372 Modellen des Mercedes Vito 1.6 Liter mit Euro 6 Norm. In der Begründung des KBA heißt es, man habe „unzulässige Abschalteinrichtungen“ festgestellt.
  • Ebenfalls im Jahr 2018 ordnet das Bundesverkehrsministerium den Rückruf von weiteren Fahrzeugen an. Betroffen sind Modelle von Mercedes GLC 220d und C 220d.
  • Im Jahr 2018 zahlt Daimler im Abgasskandal ein Bußgeld von 870 Millionen Euro. Ein Schuldeingeständnis ist das selbstverständlich nicht.

Video: Bei Daimler kam es schon vor Jahren zu ersten Vorwürfen rund um illegale Abschalteinrichtungen.

Betroffene Modelle Daimler

A 180
A 200
A 220
B 180
B 200
B 220
C 180
C 200
C 220
C 250
C 300
C 320
C 350
CLA 200
CLA 220
CLS 250
CLS 350

E 200
E 220
E 250
E 280
E 300
E 320
E 350
G 280
G 300
G 320
G 350
GL 320
GL 350
GLA 200
GLC 220
GLC 250
GLC 350
GLE 250
GLE 350
GLK 200
GLK 220
GLK 250
GLK 350
GLS 350

ML 250
ML 280
ML 300
ML 320
ML 350
ML 420
ML 450
R 280
R 300
R 320
R 350
S 250
S 300
S 350
SLC 250
Sprinter

V 200
V 220
V 250
Viano
Vito
Vito Tourer
V-Klasse /Marco Polo
X 350

Welche Motoren sind betroffen?

Ob ein Fahrzeug betroffen ist, hängt vom Motortyp ab. Bei Daimler handelt es sich um folgende Motortypen, wobei das „OM“ für „Oelmotor“ steht: OM 654, OM 642 und OM 651.

Daimler Motor OM 642

Beim OM 642 handelt es sich um einen Sechszylindermotor mit 3,0 Liter Hubraum. Der OM 642 wird in mehreren Fahrzeugen verschiedener Serien, SUVs und Kleintransportern von Mercedes verbaut. Hergestellt wird er seit 2005.

Daimler Motor OM 651

Der Vierzylinder Motor OM 651 wird seit 2008 produziert. Er ist ein Nachfolgemotor der OM 646-Baureihe wird im GLK sowie in den E-, B- und S-Klassen verbaut.

Daimler Motor OM 654

Der OM 654 ist der Nachfolgemotor des OM 651. Produziert wird der Vierzylinder seit 2016 und man setzt ihn mittlerweile auch in Plug-In-Hybriden ein.